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Rund um die EM 2006
(einfach auf das jeweilige Thema klicken)


EM-Bilanz
Greyhounds - Kings & Queens bei der EM
Whippets bei der EM
Magyar Agars bei der EM
Galgos Espanoles bei der EM
Salukis bei der EM
Sloughis bei der EM
Afghanen bei der EM
Barsois bei der EM
Azawakhs bei der EM
Windspiele bei der EM
Impressionen aus Jubbega
Katerina die Zweite! ... Artikelvorschlag vom 7.9.06
WAZ Artikel über Katerina ... in der Zeitung am 8.9.06
Crisuh vom Sausewind ist fit für EM
Windhunde aus Borstel bei EM in Holland
Interview mit einem Windhund-Champion
Vor der EM: Halla, Farim el Durani, Katerina und Crisuh ...
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Beeindruckende Bilanz der deutschen Windhunde

Nachdem wir jetzt die Ergebnisse der EM haben - vielen Dank - einige Zahlen zu den Resultaten:

QL9T0107_WEB

Es gab 6 deutsche Europarennsieger:

Azawakh gem: Tigidit Enyma/Kerkhoff
Barsoi Hündinnen: Pyashka's Adlesha/Buchmann
Galgo Espanol Hündinnen: Chique/Hellio
Magyar Agar gem: Devaj Villam/Jago/christiansen
Afghanen Rüden: Panjshir's Aziz/Kammels
Saluki Hündinnen: Mamnouna's Mehmoosh/Failer

... und 6 Vize-Europarennsieger und
... und 9 dritte Platzierungen
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FIGO - King of the Race Track

Zurück aus Jubbega ("EM" 2006) gibt es viel zu erzählen. Aber zunächst zum Positiven. Zu den Hunden ... Europasieger der "Könige der Rennbahn" wurde der Greyhound Rüde F I G O aus Holland

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... und wer sich das Trikot der hübschen Holländerin anschaut, weiß, warum Figo gerade "Figo" heißt!
Das Foto wurde während der Siegerehrung aufgenommen. Der Blick der Holländerin ist auf die Nationalfahne gerichtet!

... mehr dazu später. Wenn ich trocken bin und wenn ich die Bilder und Gedanken sortiert habe. Vielleicht gibt es schon etwas auf der DWZRV-Seite. Genug Funktionäre waren ja da!
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Duell der Queens of the Race Track...

FCI_Windhund_Europameisterschaften_2006

Weder das Wetter noch die Pannen des Veranstalters noch der schlechte Zustand der Rennbahn oder manche aufgebrachten Teilnehmer ... konnten verhindern, dass die Hunde sich packende Duelle lieferten. Auf dem Foto hat Katerina vom Monarchenhügel eingangs der Zielgeraden noch die Nase vorne, musste sich aber der Lokalmatadorin Last Choice knappstens geschlagen geben!
Herzlichen Glückwunsch beiden - auch der Vize-Europameisterin Katerina mit "e" und Herrn Braselmann, dem Besitzer aus Velbert.
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Holländische Whippets sorgten für viel Stimmumg

Zwei Whippets aus Deutschland traten bei den Hündinnen als Favoriten an: die Weltsiegerin Xantana und die in Top-Form befindliche Halla. Das interne Duell gewann Halla und belegte zum Schluss doch "nur" den dritten Platz - nach zwei holländischen Whippets. Die sorgten auf der Rennbahn für viel lautstarke Stimmung. Ein bisschen waren die beiden deutschen Whippet-Besitzer enttäuscht, glaubte ich zu spüren.

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... wie immer ein Zauberspruch von Gertrud Rogoll aus Lathen-Wahn für die Ausnahmeathletin "Halla".

Bei den Whippet-Rüden sorgte ein schweizer Whippet für die Überraschung. Jedenfalls konnte man das meinen, wenn man die vor Rührung heulende Besitzer-Familie sah. Der Bursche heißt Old Roads Chayenne, die Familie "Egger".

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... der Rüde aus der Schweiz unter blau wird in Jubbega Europameister!

... muss eine schnelle, internationale Whippet-Zucht sein. "Old Road's" - Whippets waren gleich mit drei Rüden im Finale vertreten. Die Hunde kamen aus der Schweiz, Tschechien und Frankreich!
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Magyar Agars machten es spannend!

Die Rennen der Magyar Agars bei der EM 2006 waren eine Augenweide - und spannend!!!

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Foto: ... Villam überquert als Erster die Ziellinie. Die Plätze zwei bis vier liegen nur Hundertstel auseinander. "Boroka" ist die glückliche Vize-Europameisterin.

Lauf Nr. 115, das Finale: "Devaj Jobb" unter schwarz/weiß gestreift kommt wie immer als Erster aus der Startbox. Die Hündin ist muskelbepackt und ein super Starter. "Kurze Muskeln", sagt Isolde Krafft aus Borstel bei Bad Oldesloe, die Besitzerin. Gleichzeitig sucht "Devaj Ozon", unter rot aus Box 1 startend sofort die Ideallinie, liegt von Anfang an gut im Rennen. "Devaj Villam" läuft parallel mit "Ozon" der führenden "Devaj Jobb" hinterher. Die anderen drei Teilnehmer laufen auf gleicher Höhe eine Hundelänge hinter dem führenden Trio in die erste Kurve. Ein schönes Bild! So geht es an der großen Zuschauertribüne vorbei in Kurve eins und zwei.

Etwas später kommem die sechs Athleten aus Kurve 4 in die Zielgerade. "Jobb" ist, wie erwartet, zurückgefallen, liegt auf Platz fünf."Thajra's Beke" liegt auf dem sechsten Platz. Beide spielen bei der Entscheidung um den Sieg keine Rolle mehr. "Devaj Ozon" - in den Vorläufen schnellster Hund - liegt bereits jetzt scheinbar abgeschlagen auf Rang 4. Die ersten drei laufen in etwa auf gleicher Höhe, bis sich "Devaj Villam" absetzt und unwiderstehlich an die Spitze läuft, ja den Vorsprung sogar Sprung für Sprung ausbaut. "Boroka" sieht zunächst wie der sichere Zweitplatzierte aus. Dann wird es aber noch einmal richtig eng. "Ozon" schließt fast auf, "Betcha Katcha Mivan" greift noch einmal ins Geschehen ein. Kurz vor der Ziellinie scheinen die drei Hunde hinter dem Führenden nahezu auf einer Linie zu laufen. Am Ende ging es um Hundertstel:
Erster wurde klar "Devaj Villam" mit 18/100 Sek. Vorsprung. "Boroka" wird Zweite mit 3/100 Sek vor "Betcha Katcha Mivan", der nur 1/100 Sek vor "Ozon" die Ziellinie überquert.

Beim Betrachten der Fotos erlebt man die Spannung noch einmal mit! "Schade, dass ich so klein bin!" sagt Isolde Krafft, ich konnte es vom Auslauf aus nicht genau sehen!" So klein ist sie gar nicht! Und auch wenn sie größer gewesen wäre, es spielte sich alles kurz vor der Ziellinie ab, dort ist kaum ein Zuschauer. Nur die Bahnbeobachter, das Schiedgericht im Zielturm ... und ein Fotograf, dem der Atem stockte. Klasse Rennen ...!

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... mit ordentlichem Vorsprung fliegt Villam über die Ziellinie!
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Galgos Espanoles bei der EM

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Die letzten zwei Sekunden waren ein Herzschlag-Finale bei den Galgos Hündinnen. Chique, die eigentlich "Chiccalina" heißt, setzte sich erst auf den letzten Metern knapp vor Rayia aus Frankreich durch. Ich habe die Sequenz festgehalten und staune noch immer über den phänomenalen Endspurt ...!

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Saluki-Europameisterin 2006

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"Mamnouna's Mehrmoosh" wurde Europameisterin. "Eigentlich hatte ich bestenfalls auf den dritten Platz gehofft!" sagt Frau Failer, Besitzerin der Saluki-Hündin.

... und bei den Salukis war der Hase los!

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Gleich drei Mal sprang das Zugseil aus einer Rolle - drei Mal bei den Salukis. Entsprechend sketisch schaut "Minoo" (Besitzerin: Frau Grotzke) auf die Bahn vor einem erneuten Versuch. Die Rüden haben es dann auch gepackt - so wie Minoo:

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... den Hündinnen war ihre Erinnerung bzw. Intelligenz im Wege. Sie stoppten an der Stelle, an der der Hase im Lauf zuvor liegen blieb. Nur Dawidan's az Gazal, Besitzerin die sympathische Münsteranerin Gaby Arthur, lief nach anfänglichem Zögern durch und wurde als Vierte der EM gewertet.

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Jessy und Jezira

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... Platz 3 bei den Sloughis gemischt:

"Kaya Schuru-esch-Schams" aus Stade-Schölisch, Besitzerin: Erika Mann startet bei den Sloughi-Hündinnen für Deutschland und hat gute Chancen. "Aber man weiß ja nie. Bei den großen Rennen können auch Hunde gewinnen, die man vorher nicht auf dem Zettel hatte!" sagt Frau Mann.

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"Kaya" ist noch nicht einmal 2 1/2 Jahre alt. "Sie hat eine große Zukunft vor sich!" sagt auch Ekhard E. Schritt, Züchter der Vorzeige-Hündin. Das Foto zeigt sie in Hamburg beim Deutschen Windhund - Derby. Hier die
Züchterliste Sloughi des DWZRV. Immerhin 10 Züchter, fast alle mit mehr oder weniger informativer Homepage. Diese kleine Website hat uns besonders gefallen: Rafik el Amen - Zucht arabischer Windhunde und arabischer Pferde
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Aziz wird Europameister!

Der Afghanen Rüde Panishir's Aziz der Familie Kammels gewinnt das EM-Finale. Zuerst musste er sich bei strömendem Regen - siehe Foto - im Vorlauf durchsetzen. Komischerweise habe ich kaum Fotos, die das tatsächliche Wetter widergeben. Das von Aziz's Vorlauf zeigt allerdings, wie "feucht" es wirklich war! Ihn hat es scheinbar wenig beeinflusst!

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Wieder ADLESHA ganz oben!

Vor kurzem in Hamburg am höchsten Treppchen, jetzt bei der EM ganz oben: Pyashka's Adlesha, Besitzer Hr. Buchmann.

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... nichts gegen Tränen der Freude. Aber so wie dieses Foto sollten Siegerehrungsfotos sein: perfekt platzierter Hund und Freude ausstrahlende Aktion des Besitzers! Da macht auch das Knipsen Spaß! Gratuliere!
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Tigidit Enyama auf Platz 1

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... schon im Hotel hatte ich das Gefühl, ganz besonderen Hunden zu begegnen. Aber Hotel "Marathon" deutet doch eher auf die Ausdauereigenschaften der Azawakhs hin ... oder?! Herzlichen Glückwunsch, Frau Kerkhoff!
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Diretto vor Sausewind

Diretto de Valverde Santo hatte die Schnauze vor Crisuh im Ziel. Platz 1 und Platz 2 bei den Italienischen Windspielen gemischt.

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Impressionen von der EM

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Unter den Zuschauern zahlreiche Kenner der Rennszene. Ich habe das Herrchen von Indiana Jones gesehen und das Frauchen von Clonakenny Maggi, um nur zwei zu nennen. Ja und dann noch eine ganz besonders Symbadische, die sich auch vom Wetter die Laune scheinbar nicht vermiesen lies. Hätten sich mal einige ein Beispiel nehmen sollen!

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Am Samstag gab es auch "Freundschaftsrennen". Das sind Läufe der Ersatznomminierten. Auch da gab es Vorläufe und Finale. Bei den Afghanen gemischt gewann Lea nam mana Baschy, hier mit der Besitzerin Ingrid Haderlein

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"Bahnbeobachter" nennt man die Personen, die an allen vier Ecken des Ovals stehen - und natürlich an der Ziellinie. Sie haben die Aufgabe, festzuhalten, wenn ein Hund unsauber läuft. Meist sind es Menschen, mit denen man gut reden kann, die einem auch viel über den Windhundsport erzählen können. Nur wenn der Lauf im Gange ist, sollte man sie nicht stören ... Dieser Bahnbeobachter verfolgt mit seinen Augen das Rennen, Schreibstift im Anschlag ... Er war einer der netten Leute vor Ort!

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... also eine Runde um die Bahn habe ich gemacht - vor dem Rennen. Den Weg vom Paddock zum Start bin ich auch abgeschritten, die Boxen habe ich auch fotografiert, von vorne und von hinten. In die Box wollte ich allerdings nicht.
Sorry Betty, beim nächsten Mal vielleicht - eine gute Idee: die Perspektive des Windhundes kurz vor dem Start. Wäre das mal was für Dich, Stefan, Du bist doch der Dünnste von uns Knipsern ...

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Jeder Verein, jede Bahn muss die Boxen unter den Startern auslosen. Und jeder Verein hat seine eigene Methode. Manchmal finde ich die Auslosungsgeräte geradezu genial - und fotogen!

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... mit den Mädels und Jungs an der Rennbahn hatte ich relativ schnell guten Kontakt. Immerhin waren wir zwei volle Tage zusammen. Die Funktionäre hatten mich allerdings auf dem Kieker. Dabei bin ich doch ein äußerst symbadischer Typ ...!
An den zwei Tagen sind die beiden Moped-Fahrer sicher an die 150 km auf der Sumpfwiese im Kreis gefahren.

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... ein bisschen wie Spielcasino war es dann doch auch in Jubbega am Sonntag, als die Regeln komplett geändert wurden. Kein zweiter Vorlauf, die Finale nicht mit sechs sondern mit drei Hunden ...

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... was bin ich? Klar, die Insider wissen, wem diese Rute gehört!

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... und sie wissen auch, wer hier seine Arbeit tut! Hat schon mal einer der Profi-Knipser den Arbeitsplatz des Hasenziehers fotografiert? Nein, denn das Foto kann man ja nicht verkaufen! Logisch, oder?!

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... meine Kamera hat mit so manchen Hübschen angebandelt. Zum Beispiel aus Belgien ...

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... irgendwann drehte meine Kamera durch. Immer nur Hunde in action ... Dann machte sie auf einmal Fotos, die ich erst jetzt sehe. Hier bekommt Figo seine letzten Anweisungen ...

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... und hier seine letzten Anfeuerungen vor dem Sieg. Betty macht ihr bestes Foto und Friedl schaut sich das Rennen als Funktionär aus Österreich ganz genau an.

Es gab vor allem am Sonntag doch einigen "Leerlauf" - zumindest was Rennen betraf. Erst war es der Regen, dann eine fragwürdige Entscheidung der Jury "zum Wohle der Hunde", dann ein fast Abbruch des Rennens ...
Ich habe diesen "Leerlauf" zu Photos der besonderen Art genutzt. Vielen Dank den Models!

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... wenn es einen Preis für die schönsten blauen Augen gegeben hätte ... Anja Hammesfahr (mit Crisuh vom Sausewind, Ital. Windspiel, auf Platz zwei) hier mit Thajra's Beke Platz 6 bei den Magyar Agars gemischt.
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Interview mit einem Windhund-Champion

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Dieses Interview wurde anlässlich der bevorstehenden EM in Holland gemacht. Der interviewte Hund wollte anonym bleiben - Name/Rasse etc. ist dem Interviewer bekannt.

Frage: Jetzt kurz vor der EM können Sie vielleicht einmal unseren Lesern erklären wie das mit den Vorbereitungen so abläuft.

Antwort: Da gibt es nicht viel zu erzählen. Es ist ganz einfach: Frauchen sorgt sich ums Fressen. Lecker, aber für mich einfach zu wenig. Die redet immer was von „trocken“. Das verstehe ich nicht, denn zu saufen bekomme ich genug. Vor dem Rennen passt sie noch genauer auf, dass ich mir nicht mal eine Extraportion aus einem fremden Napf hole. Dabei hätte ich manchmal echt Bock auf mehr. Im Prinzip gibt es immer das Gleiche, teueres Fertigfutter und Frischfleisch. Sagen sie jedenfalls, aber ich glaube, die holen das aus der Kühltruhe.

Frage: ... gut, soviel zum Fressen, dem Lieblingsthema scheinbar aller Hunde. Wie sieht es mit dem Training aus?

Antwort: Das läuft in der Saison immer so ähnlich ab, Herrchen kümmert sich darum. Vor dem Rennen ändern die ein bisschen. Das ist - glaube ich - nicht für mich, sondern für deren Gefühl wichtig. Wollen so zu sagen auf Nummer sicher gehen. Also meine Schnelligkeit wird mit Handstarts trainiert. Frauchen hält mich fest, Herrchen holt sich einen Vorsprung von etwas weniger als einer halben Bahn, dann hat der einen Hasen am Genick, kriegt in nicht tot und rennt mit dem Hasen los. Ich auch. Herrchen läuft zwar nicht weit bis ich ihn einhole, ist aber nach einigen Versuchen fix und foxi. Zu Frauchen sagt er aber: „Isch bin fit wie än Turnschu!“ oder so. Wenn ich dann bei ihm bin, ist der Hase aber doch schon am Ende. Wo der immer so viele Hasen her bekommt?!
Wenn ich dann mit Herrchen laufe oder mit dem Rad unterwegs bin, sind es höchsten mal 20 Minuten. Das soll mein Stehvermögen steigern. Keine Ahnung, was die damit meinen. Vielleicht liege ich denen zu viel rum und die glauben ich hätte mit dem Stehen Schwierigkeiten. Man weiß ja eigentlich nicht so recht, was in deren Kopf so tatsächlich abgeht!
Wenn die Saison dann rum ist, wirds wieder ruhiger. Komisch ist nur, dass meine Ration im Napf dann wieder kleiner wird. Herrchen und Frauchen aber mehr fressen und dann auch wieder vom „Winterspeck“ reden. Da läuft mir manchmal beim Zuhören der Sabber aus dem Maul.

Frage: Bevor wir jetzt wieder übers Fressen reden, würde ich gerne wissen, was wir das nächste Mal besprechen könnten.

Antwort: Bist Du schon mal um die Bahn gejagt? Das könnte ich Dir mal ganz genau schildern ... denn da schalt ich total ab, das ist für mich das Wahre, da fallen mir unterwegs Bilder ein, ich kann Dir sagen ...

Frage: Gute Idee! Also beim nächsten Mal "So jagt unser Champ um die Rennbahn". Ich bin schon gespannt darauf!
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Zeitungsartikel - Entwurf für Solinger Morgenpost & Solinger Tageblatt (28.8.2006)

"Crisuh vom Sausewind" ist fit für die EM
Das Solinger Windspiel Favorit bei Windhund-EM

Gelsenkirchen Windhundausstellung_ Salukis2006

Für Anja Hammesfahr aus Solingen gibt es nichts Liebenswerteres als ein Italienisches Windspiel. So wie ihr „Crisuh vom Sausewind“. Der Rüde ist erst 18 Monate alt, hat aber schon gewonnen wozu andere Jahre brauchen. Auf allen Hundeausstellungen wurde er bisher mit der Bestnote „vorzüglich“ oder sogar „Bester seiner Rasse“ bewertet. Auch auf der Rennbahn zeigt Crisuh, was in ihm steckt. So wurde er 2006 bereits Bundesrennsieger und Verbandsrennsieger. Und damit reist der Hundeathlet als Favorit nach Holland zur Windhund - Europameisterschaft.

Bei der Windhund-Europameisterschaften am 2./3. September in Jubbega, Holland werden über 80 deutsche Windhunde 10 verschiedener Windhundrassen teilnehmen. Die großen, bekannten Rassen bringen die 6 erlaubten Teilnehmer pro Rasse und Geschlecht leicht zusammen. Die Afghanischen Windhunde, die Barsois, die Salukis und die Whippets reisen mit voller Besetzung nach Holland. Die Rasse des Italienischen Windspiels schickt bei den Rüden nur einen Vertreter, eben Anja Hammesfahrs jungen „Crisuh vom Sausewind“ aus Solingen.

„Crisuh benimmt sich wie ein typisches Windspiel. Er ist verschmust, gesellig und anhänglich. Auf den ersten Blick macht er einen äußerst zarten Eindruck.“ sagt Frau Hammesfahr. „Aber wer ihn einmal auf einer Rennbahn in Aktion gesehen hat, ändert seine Meinung schnell.“ fügt sie hinzu. Dort sei er ein robuster Athlet, ein echter Sprinter, wie alle Windhunde. Crisuh vom Sausewind kommt aus gutem Hause. Hinter seinem Namen steht eine erfolgreiche Windhundzüchterin. Aber Crisuh ist eine Ausnahmeerscheinung. „In einer Zeit, wo fast in zwei Richtungen gezüchtet wird: hier Schönheit, dort Leistung, hat Crisuh von beidem reichlich. Das Idealbild eines Hundes.“ sagt seine Besitzerin stolz.

Um das Italienische Windspiel gibt es viele Legenden und Anekdoten. So war in Deutschland Friedrich der Große ein ganz großer Liebhaber dieser Rasse und das Grabmal seiner geliebten Hunde kann man heute noch in Potsdam besichtigen. Auch wie die Hunde nach Europa gekommen sein sollen ist eher legendär als historisch belegt. So soll Kleopatra aus Ägypten dem römischen Kaiser Cäsar Windspiele geschenkt haben.

Ein bisschen von der Faszination des Windspiels kommt schon auf, wenn man sieht, wie die Hunde auf der Rennbahn agieren und wie lieb und fast schüchtern sie dann bei der Siegerehrung auf dem Treppchen sitzen. Hier fast dynamisch-aggressiv, dort meist zitternd, die Wärme des geliebten Herrchens bzw. Frauchens vermissend. Dr. Jekyll und Mr. Hide lassen grüßen!

Beide, Hund und Frauchen, freuen sich darauf, bei der Europameisterschaft noch mehr dieser feinen Hunde zu sehen als sonst bei einem Rennen. „Bin gespannt wie viele es sein werden.“ sagt Frau Hammesfahr. Auf jeden Fall kommen die schnellsten sechs Hunde ins Finale und zwei Vorläufe sind mindestens zu absolvieren. Crisuh kann es kaum erwarten und liebäugelt natürlich als Favorit mit dem Finale und einem Podestplatz. Am liebsten so wie immer: ganz oben!
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Zeitungsartikel-Vorschlag für Lübecker Nachrichten (30.8.2006)

Windhunde aus Borstel bei EM in Holland
Isolde Kraffts Hündin reist als eine der Favoriten an

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Boroka und Jobb von Isolde Krafft aus Borstel

Gleich zwei Windhunde von Isolde Krafft aus Borstel sind für den Windhund-Saisonhöhepunkt in Holland bei der Europameisterschaft nominiert. Es handelt sich um die seltene Rasse der Ungarischen Windhunde, der Magyar Agar. Und die Hündin „Thayra’s Boroka“ reist sogar als Favoritin an. Sie hat 6 Rennen in Folge siegreich bestritten, darunter das Bundessiegerrennen in Münster, das prestigeträchtige Derby in Hamburg und den Großen Preis von Niedersachsen in Hildesheim. Jetzt soll der EM-Titel folgen.

Die 64 jährige Rentnerin ist vor 25 Jahren zu den seltenen Windhunden gekommen. „Ich habe ganz bewusst damals eine aktive Hunderasse gesucht. Vorher hatte ich Edelkatzen.“ sagt Frau Krafft aus Borstel. Auf ihrer Suche nach dem geeigneten Hund ist sie beim ersten Besuch auf der Windhundrennbahn sofort auf den Magyar Agar gestoßen. „Es war wie die Liebe auf den ersten Blick!“ sagt Frau Krafft. „Die Vielseitigkeit, Aktivität, Anpassungsfähigkeit und Gelehrigkeit sind Eigenschaften, die ich an meinen Hunden sehr schätze.“ kommt sie ins Schwärmen, wenn man fragt, was sie an den Hunden so gut findet.

Aber natürlich ist es auch das Geschehen auf der Rennahn, was sie von Anfang an gefangen genommen hat. „Wenn man sieht, wie die Hunde sich auf das Rennen freuen, wie zufrieden sie danach sind; dann weiß man auch, dass das Laufen lassen das Schönste ist, was man einem Windhund antun kann!“ beschreibt die Windhundexpertin aus Borstel, was sie auf der Rennbahn am meisten fesselt. Deshalb fährt sie auch mit Ihrem kleinen Wohnmobil von Rennen zu Rennen.

Frau Krafft hat zwei Hündinnen der seltenen Ungarischen Windhundrasse und plant im nächsten Jahr selbst zu züchten. Ihren Zwingernamen hat sie sich schon registrieren lassen: „vom Gut Borstel“ wird er heißen. „Ich habe mit der etwas über drei Jahre alten Hündin „Boroka“ einen Glückstreffer im Haus. Sie ist nicht nur schnell, sondern auch schön. Auf Schönheitswettbewerben hat sie fast wie auf der Rennbahn stets die Nase vorne.“ begründet die Windhundbesitzerin ihre Zuchtabsichten.

Und bei der Europameisterschaft wäre es für die Rentnerin eine tolle Sache, wenn Boroka wieder gewinnen würde.
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Zeitungsartikel-Entwurf für mehrere Zeitungen (30.8.2006)

Wird die Whippet-Hündin "Halla" Europameisterin?
80 deutsche Windhunde bei EM 2006

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Sie heißen „Farim el Durani“, „Katerina vom Monarchenhügel“, „Crisuh vom Sausewind“ oder einfach nur „Halla“. Das sind 4 der über 80 Windhunde aus Deutschland, bei der FCI - Windhund - Europmeisterschaft am 2./3. September in Jubbega, Holland. Meist stammen sie von renommierten Züchtern und immer haben sie Windhund begeisterte Herrchen oder Frauchen, die sich mit ihren Athleten regelmäßig auf Deutschlands Windhundrennbahnen treffen. „Für eine Europameisterschaft sein Land zu vertreten ist aber etwas ganz Besonderes“. sagt Anja Hammesfahr aus Solingen, die Besitzerin von „Crisuh vom Sausewind“, einem Vorzeige - Hundesportler. Seine Rasse: das Italienische Windspiel, die kleinste Windhundrasse.

Von der breiten Öffentlichkeit kaum wahrgenommen, gibt es in Deutschland über 50 Windhundrennvereine, die dem DWZRV (Deutscher Windhundzucht- und Rennverband) angeschlossen sind, mit den oftmals dazu gehörenden Rennbahnen. An jährlich fast 60 Rennterminen melden sich über viertausend Mal Windhunde der verschiedenen Rassen und Klassen zu internationalen und nationalen Rennen an. Um sich unter anderem auch für die ganz großen Titelkämpfe, wie eben Europameisterschaften, zu qualifizieren.

Insgesamt werden deutsche Windhunde aus 10 verschiedenen Rassen bei der EM 2006 an den Start gehen: Afghanischer Windhund, Azawakh, Barsoi, Galgo Espanol, Greyhound, Magyar Agar, Saluki, Sloughi, Whippet, Italienisches Windspiel.

Einige Hunde treten als Titelverteidiger an, andere als Favoriten. „Das Europarennen ist das Allerhöchste!“ sagt Gertrud Rogoll, aus Lathen-Wahn. Sie ist die Besitzerin der Ausnahme- Whippet-Hündin „Halla“. „Klar, wollen wir gewinnen. Aber bei den 350 Metern, die die Whippets laufen müssen, muss alles stimmen - und ein bisschen Glück gehört auch dazu!“ fügt die erfahrene Whippet-Besitzerin hinzu, die genau weiß, welcher Hund ihrer Halla auf der Rennstrecke den Titel streitig machen könnte. „Da kann es sogar auf die Startbox ankommen, die unter den sechs Finalisten ausgelost wird!“ sagt Frau Rogoll.

Der aus Velbert kommende Udo Braselmann, 63 schickt seine Greyhound-Hündin „Katerina vom Monarchenhügel“ ins Europameister-Rennen. „Bei den Greyhounds, die 480m laufen, ist auch entscheidend, wie die erste Kurve angegangen wird. Im Vorteil ist der Hund, der als erster die Ideallinie erwischt und auch dort bleibt.“ sagt er. Für Katerina, die aus einer deutschen Greyhound - Zucht stammt in die immer wieder Hunde aus den traditionellen Greyhound - Ländern eingekreuzt werden, wird die EM das sechste Rennen der Saison sein. „Katerina ist bereits 4 ½ Jahre alt, also eine erfahrene Sprinterin. Wir haben sie allerdings nicht so viel Rennen bestreiten lassen. Deshalb ist sie frisch wie eh und je.“ meint der Greyhound Besitzer aus Velbert. Auch er rechnet mit einem vorderen Platz im Finale.

Während die Greyhound ob ihrer eleganten Erscheinung und ihrer Schnelligkeit als die „Könige der Rennbahn“ gelten, sind die Italienischen Windspiele die kleinste Windhundrasse. Hier ist „Crisuh vom Sausewind“ bei den Rüden der beste deutsche Vertreter mit berechtigten Titelchancen. Sein Frauchen Anja Hammesfahr aus Solingen sagt zu ihrem „Crisuh“: „Er ist ein Glückstreffer. Sowohl bei Schönheitswettbewerben als auch bei Rennen ein echter Siegertyp!“ Crisuh wirkt zärtlich, elegant und wegen seines Zitterns etwas ängstlich. „Aber wer ihn einmal auf der Rennbahn gesehen hat, ändert seine Meinung schnell!“ sagt seine stolze Besitzerin. Dr. Jekyll und Mr. Hide lassen grüßen!

Eine nicht nur von der Erscheinung, sondern auch zahlenmäßig große Windhundrasse sind die Afghanischen Windhunde. Hier haben sich im Laufe der Zeit immer deutlicher zwei Zuchtrichtungen ergeben. Die einen glänzen mit Grazie und prachtvollem Haarkleid auf Ausstellungen, die anderen mit weniger Haar dafür höherer Geschwindigkeit auf der Rennbahn. „Farim el Durani“ der Afghanen Rüde der Familie Pabst aus Ebergötzen ist einer der schnelleren Sorte und ein echter Rennbahn-Experte. „Im Prinzip fährt jeder nominierte Hund zur EM, um möglichst weit vorne zu landen!“ sagt Frau Fietze, vom Afghanen-Club. „Bei ‚Farim el Durani’ ist das genauso!“

Bei den Barsois, Salukis und Sloughis starten sogar deutsche EM-Titelverteidiger. Ob sie den Titel wieder erringen werden - oder ob ihnen möglichst weit vorne genug ist? Schauen wir mal!
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Vize-Europameister Titel für Windhund aus Velbert
Nach Vize-Weltmeister nun auch Vize-Europameister

Artikel-Vorschlag für die WAZ/Velberter Zeitung (7.8.2006)

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Katerina noch knapp vor der späteren Siegerin "Last Choice"

Am Wochenende fand in Jubbega, Holland die Windhund-Europameisterschaft unter widrigen Wetterbedingungen statt. Ein 4 ½ jährige Greyhound - Hündin aus Velbert -Neviges war auch dabei und wurde Vize Europameister. Carla und Udo Braselmann, die Besitzer der Vorzeigeathletin unter den Windhunden sind stolz auf ihre „Katerina vom Monarchenhügel“, wie das edle Tier mit vollem Namen heißt.

„Bei den Greyhounds, die 480m laufen, ist entscheidend, wie die erste Kurve angegangen wird. Im Vorteil ist der Hund, der als erster die Ideallinie erwischt und auch dort bleibt.“ Katerina hat das, so Udo Braselmann, sowohl im Vorlauf als auch im Finale mustergültig gemacht. Den Vorlauf hat sie klar gewonnen und sich so für das Finale qualifiziert.

Dort hatte sie es allerdings mit der Lokalmatadorin „Last Choice“ zu tun. Udo Braselmann zum Rennverlauf: „Katerina hat alles richtig gemacht. Sie hat die Ideallinie gefunden und blieb dort bis zum Schluss. Leider war die Bahn aber durch den tagelangen Regen im Vorfeld der Meisterschaften und der zahlreichen Rennen auf der Grasbahn gerade dort sehr tief. Das hat ihr als besonders muskulöse Hündin mit 27 kg Körpergewicht viel Kraft gekostet. Die auf der zweiten Bahn laufende Konkurrentin „Last Choice“ hatte wohl ein etwas vorteilhafteres Geläuf unter den Pfoten und zog auf der Zielgeraden knapp an unserer Hündin vorbei.“

Nach dem Vize-Weltmeister vor kurzem in Ungarn hat die Hündin aus Velbert-Neviges nun auch den Vize-Europameister in Holland gemacht. „Ich bin froh, dass sie gut durchkam. Bei der morastigen, rutschigen Rennbahn hatten wir sogar überlegt, sie aus dem Rennen zu nehmen.“ sagt Carla Braselmann und fügt hinzu: „Katerina hat nun 6 Rennen gemacht und war immer top platziert, jetzt darf sie sich ausruhen.“

Die Braselmanns haben die Greyhound-Hündin bisher immer nur wenige Rennen laufen lassen, so dass sie „frisch ist wie eh und je“ sagt der Windhundexperte aus Velbert. „So ist sie vielleicht nächstes Jahr noch gut genug für die in Deutschland stattfindenden Weltmeisterschaften.“ Auch da wären die Braselmanns mit einem zweiten Platz zufrieden. Obwohl dort auf einer Sandbahngelaufen wird. „Auf Sand ist Katerina eigentlich besser ...“ sagt Udo Braselmann und wirft einen fragenden Blick Richtung Katerina. Die lässt sich allerdings nicht aus der Ruhe bringen und scheint vom Rennen auf der Grasbahn zu träumen - oder von einem großen Belohnungsknochen - wer weiß.

Weitere Informationen unter:
www.dwzrv.de
www.myblog.de/windhundrennen

Die Fotos zeigen:
1. Die Greyhound-Hündin „Katerina“ im Finale anfangs der Zielgeraden noch an erster Stelle liegend attackiert von der späteren Siegerin „Last Choice“.
2. Udo Braselmann mit seiner Hündin bei der Siegerehrung in Jubbega, Holland
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Ein rasantes Hobby!
WAZ-Artikel vom 8.9.2006

Die Hunde der Braselmanns sind bei Meisterschaften erfolgreich. Katerina vom Monarchenhügel, die Vize-Europameisterin, ist eigentlich ziemlich faul. Cousine Ohara ist eher ungestüm
Katerina mag es am liebsten rasant. Sie läuft 480 Meter in 30 Sekunden, die Konkurrenz sieht oft nur noch den Rücken von ihr. Nun ist sie sogar amtierende Vize-Europameisterin in ihrer Klasse. Katerina, mit komplettem Namen heißt sie übrigens Katerina vom Monarchenhügel, ist eine Greyhound-Hündin. Gemeinsam mit ihren Herrchen Udo und Karla Braselmann fährt die vierbeinige Athletin regelmäßig zu Wettrennen. Am vergangenen Wochenende holte sich die schnelle Nassnase die Vize-Europameisterschaft im holländischen Jubbega. "Das war eine schwierige Strecke, der Boden war ziemlich schlammig", erinnert sich Karla Braselmann. Sie ist in ihrem Elternhaus mit Hunden aufgewachsen, und seit den 70er Jahren teilt sie ihr Heim stets mit Vierbeinern. Nun sind es sechs an der Zahl.

Zunächst hatte sie arabische Windhunde, später dann Greyhounds. "Die Araber sind ein bisschen wie Katzen, haben ihren eigenen Kopf und schmusen nur, wenn sie wollen", kennt die 61-Jährige die Unterschiede. Ganz anders sind da Katerina und ihre jüngere Cousine Ohara vom Monarchenhügel. "Harry, hör´ auf zu schleckern", schimpft Frauchen liebevoll mit dem ungestümen Vierbeiner, der sich auf die Hinterläufe stellt. Ohara, nur "Harry" gerufen, wird gerade von Herrchen und Trainer Udo Braselmann auf die ersten Rennen vorbereitet. "Die Hunde wollen laufen, sie haben einen unheimlichen Hetzdrang", weiß der 63-Jährige. Gut für ihn: Er bleibt ganz nebenbei auch noch fit, schließlich sprintet er mit den Hunden oder lässt sie hinter einem Fell herjagen, das er selbst in der Hand hält. Denn so werden die Greyhounds auf die Starts bei den Rennen vorbereitet. "Wenn irgendetwas in einiger Entfernung flattert, dann wissen sie, dass sie es holen sollen", erklärt der Experte. Die Belohnung sei, dass sie an dem Fell schnüffeln und zerren dürfen. Klar im Vorteil seien die Hunde, die eine gute Kurvenlage haben. "Da wird auch gerempelt", erzählt Karla Braselmann, die immer ein bisschen Angst um ihre Starter hat. Einmal hat sich nämlich ihr Rüde "United Dandy" bei einem Lauf ein Bein gebrochen.

Damit die Vierbeiner das richtige Wohlfühl- und Startgewicht haben, bekommen sie Kraftfutter - und Frauchen kocht Leckeres mit Lamm und Hähnchen. Vor einem Lauf gibt es zusätzlich Kohlenhydrate, wie bei einem zweibeinigen Sportler.

Die Hunde, sie sind für die Braselmanns - seit Sohn und Tochter ausgezogen sind - Familienmitglieder. "Meistens liegen die auf der Couch und wir sitzen auf dem Boden, wenn wir fernsehen wollen", sagt der Trainer. Auch seine Frau gibt zu, dass die Hunde im Mittelpunkt stehen. Sie ist übrigens die Anführerin des Windhund-Rudels.
08.09.2006 Von Fabienne Piepiora
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